Der Tag der offenen Tür hat dem Brandenburgischen Bildungswerk
für Medizin und Soziales e.V. (BBW) am Samstag einen Besucherrekord beschert. Fast 1000 Interessierte
ließen sich nach Schätzungen von BBW-Geschäftsführerin Mädy Ramelow über die Ausbildungsangebote
informieren - rund doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, als die Veranstaltung zum ersten Mal
stattfand. "Das ist gigantisch", freute sie sich. Zeitweise sei es allein im Treppenhaus so voll
gewesen, dass sie das Obergeschoss nur im Fahrstuhl habe erreichen können, schilderte Ramelow. |

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Vier Berufe kann man im BBW, das sein Quartier in der Zeppelinstraße 152 aufgeschlagen hat,
erlernen: Heilerziehungspfleger, Erzieher, Sozialassistent und Rettungsassistent. Als
weiterführende Ausbildungen gibt es jene zum Rettungssanitäter und zum Heilpädagogen.
Gefragt sei in diesem Jahr vor allem der Beruf des Erziehers, sagte Ramelow. Erfreulicherweise
interessierten sich zunehmend junge Männer für diese Tätigkeit, die bislang als Frauendomäne galt.
Der Anteil von Jungen sei bei den Bewerbungen inzwischen auf ein Viertel gestiegen, erzählte Ramelow.
Auch die Ausbildung zum Rettungsassistenten werde immer beliebter. Im vergangenen Jahr hätten sich
rund 300 Jugendliche um die insgesamt 120 Ausbildungsplätze beworben, sagte Ramelow. 15 Klassen
würden im BBW-Domizil unterrichtet.
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Um die Ausbildung möglichst praxisbezogen zu gestalten, hat sich die Einrichtung eine Reihe
von Kooperationspartnern gesucht. So arbeitet man etwa mit der Potsdamer Kita "Am Heiligen
See" und einer weiteren Kindertagesstätte in Teltow zusammen. Vor Ort gestalte eine Klasse
dann etwa einen Tag lang ein vorgegebenes Programm mit den Kindern. Kontakte gebe es auch mit
dem Treffpunkt Freizeit, um die Arbeit mit Jugendlichen stärker einzubeziehen, erklärte
Ramelow. Vorgespräche über eine mögliche Kooperation liefen zudem mit der Lehrküche eines
Casinos in der Zeppelinstraße. Der Tag der offenen Tür sei ein großer Erfolg gewesen, sagte
Ramelow. Die gründliche Vorarbeit habe sich bezahlt gemacht. An den Vorträgen über die
Berufsbilder hätten teils mehr als 50 Leute teilgenommen.
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Gelohnt hat sich der Tag auch für die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 (PWG), deren
Geschäftsstelle im gleichen Haus ebenfalls geöffnet hatte. Man sei sehr zufrieden mit der
Resonanz, sagte PWG-Vorstand Wolfram Gay der MAZ. Als Vermieter arbeite man mit dem BBW
schon seit längerem zusammen, erklärte er. Da viele Auszubildende nicht aus Potsdam kämen,
helfe man etwa bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung, sagte Gay.
MAZ Online 19.02.2007 PEER STRAUBE
Sendebericht Potsdam TV Interviw BB-Radio
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